26.Mai 2019
Liebe „Plastik-to go“-Nutzer!
Wer hat diese Kultur eigentlich erfunden? Und wann? Ich bin jetzt 52 Jahre alt und kann mich noch an die Zeit davor erinnern. Damals als man das Bier auf Festivals noch aus Flaschen trank, den Espresso in der Tasse IM SITZEN im Café genoss, in der Mittagspause mit den Kollegen sein Essen noch von richtigen Tellern aß, sich eine Brotdose mit zur Arbeit und auf den Ausflug nahm, die Wasserflasche zuhause für unterwegs befüllte. Es gab keine Smoothies, man aß einen Apfel oder eine Banane, es gab keine fertigen Sandwiches, Wraps oder Fruchtstückchen in Plastikkartons im Supermarkt, es gab keine Fertigsalate, die man anstelle vom Abendessen aß, damit es schneller ging. Können wir dieses Lebensgefühl wiederbekommen? Sind wir noch in der Lage, alles wieder langsamer zu machen und eben nicht „to go“? Wir MÜSSEN, wenn wir nicht im Plastik ersticken wollen. Wenn wir nicht wollen, dass das Meer vermüllt und deren Bewohner alle darin elendig sterben. Nahezu alle Seevögel haben Plastik im Bauch, regelmässig stranden Wale an den Küsten mit kiloweise Plastik im Magen. Und es werden mehr und mehr.. die Katastrophenmeldungen nehmen zu… Das ist eine Hilfeschrei, der endlich gehört werden muss! Wir MÜSSEN umdenken und wieder zurückkehren zu Einfachheit. Zurück zum Lebensgefühl unserer Großeltern. Selber kochen mit unverpacktem Gemüse, wiederverwenden, was man hat, einmachen, aufbewahren… Und nicht mehr wegwerfen! Nicht mehr nur einmal benutzen und ab in die Tonne! Was kommt nach der Tonne??? Diese Frage müssen wir uns stellen, wenn wir einen Smoothie im Plastikbecker kaufen, eine Cola beim Fastfoodladen, einen to go-Kaffe im Plastikbecher …

Seit Oktober 2018 sind wir mit dem Projekt „Bye Bye Plastik“ aktiv und haben auf meiner dänischen Insel Bornholm und in bisher sieben deutschen Städten und Regionen tolle engagierte Frauen und Männer gefunden, die mitmachen!!! DANKE!!! Jetzt wurde ich von einem großen dänischen Festival nach der Verwendung von Bioplastik statt konventionellem Plastik gefragt und ich habe mit meinem „buddy“ Mette entschieden, dass Bioplastik – auch nicht kompostierbar – absolut nicht der Weg ist. Plastik ist Plastik! Und Einwegplastik ist Einwegplastik! Lasst und nicht den Stoff austauschen, sondern wieder eine andere Kultur anstreben! Weg vom Wegwerfen, hin zu Pfand und dem Wiederverwenden! Also nehmt Euren eigenen Becher oder Behälter mit, wenn Ihr irgendwas da draußen konsumieren wollt. Back to the roots, macht Schluß mit „Plastik to go“! Sagt Nein dazu ab heute, kauft anders ein und handelt bewußter! Nur so können wir gemeinsam den Wahnsinn stoppen!

 

Lg Steffi ( Bye Bye Plastik Bornholm)

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