Bornholm, 15.06.2019

Machen statt reden!

Komme gerade vom „Folkemøde“, einer Art politischem „Volksfest“ auf der Insel Bornholm in Dänemark. Eine Großveranstaltung mit 150.000 Besuchern an drei Tagen. Direkt am Meer! Dieses Jahr steht es im Zeichen der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Ziel 14:
Ozeane, Meere und Meeres­res­sourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen!

Jedes Jahr landen etwa 12 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen, die sich nicht biologisch abbauen, sondern in immer kleinere Teilchen zerfallen. Da Meerestiere die Plastikteilchen mit Nahrung verwechseln, verenden sie qualvoll und über die Fische gelangen die Plastikteilchen auch in die menschliche Nahrungskette.


Wer ist verantwortlich für alle diesen Plastikmüll in den Weltmeeren? Und wie können wir diesen Wahnsinn stoppen! Indem wir handeln und nicht reden!


Und das „Folkemøde“ hat mir mal wieder gezeigt, dass es noch soooo viel zu tun gibt. Da treffen sich drei Tage lang alle Politiker des Landes von allen Parteien, dazu alle Vereine, Organisationen etc.. Es finden Hunderte von Debatten statt, natürlich alle zum Thema Nachhaltigkeit und Klima. Und gleichzeitig trinken ALL diese Poiltiker und Meinungsmacher, Besucher, Journalisten ALLE aus Plastikbechern ihr Bier, verteilen 100Tausende kostenlose Plastikflaschen an die durstigen Besucher, dazu Millionen von in Plastik verpackte Bonbons, lassen Ballons steigen und essen von Plastiktellern mit Plastikbesteck.

 

Viele erstaunte Gesichter auf meine direkte Frage nach Einwegplastik und dem direkten „Warum?“.
Als wenn sie nicht wüßten, wovon ich rede. Hallo ??? Ziel 14 !!?? Wir haben keine keine Zeit mehr Leute! Wir müssen jetzt handeln!
Wir haben das Thema öffentlich und in Zusammenarbeit mit der Organisation „Plastic Change“ diskutiert und haben damit Mini-Schritte in eine neue Richtung in Angriff genommen…. waren immmerhin zweimal mit dem Thema „Einwegplastik auf dem Folkemøde“ in der lokalen Presse.



… und haben drei „Smileys“ an drei Teilnehmer (von insgesamt über 220) auf dem Folkemøde verteilt, da sie auf Einwegplastik verzichten.

Und eine Partei hatte tatsächlich einen Anfang gemacht mit Glas und Keramikbechern. Aber leider wollten sie nicht auf ihre so belieben Bonbons in Plastikpapier verzichten, daher keinen Smiley von uns :-(.

ALSO: An den Verbraucher: Ab heute nicht mehr aus Plastikbechern Bier trinken, es schlichtweg verweigern, mein eigenes Besteck mitbringen, meine eigene Wasserflasche.


„Nein Danke“ sagen zu allen give aways. Und keinen Müll mehr liegen lassen, so dass er ins Meer geweht wird. Jeder muss bei SICH anfangen und Veranstalter und Unternehmen dort, wo sie verantwortlich sind.

Deshalb liebes „Folkemøde“ und vor allem liebe Politiker: Nächstes Jahr alles komplett umstellen! JEDER Besucher bringt sein eigenes Besteck und Teller mit und bekommt von den Essensständen nur noch auf dem eigenen Teller serviert, mit eigenem Besteck. Es gibt dann (wie auf Campingplätzen) Abwasch-Areale, wo jeder seinen Teller hinterher reinigen kann. Jeder bringt sich eine eigenen Wasserflasche mit, gratis Plastikflaschen zum Verschenken sind nicht erlaubt. Bier gibt es nur aus wiederanwendbaren Bechern, auf die 30 kr Pfand erhoben werden, damit sie nicht im Müll landen. Give aways aus Plastik sind verboten und werden mit Konventionalstrafen belegt. Geht nicht gibt´s nicht! Machen statt reden! Zeigt mal Greta, dass Erwachsene das können!

 

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