Wir als Unternehmer und Gemeinde haben die Verantwortung zur Nachhaltigkeit.

Jeder Betrieb und jede Kommune kann ein Beitrag zur Einweg-Plastikreduktion leisten.

Grundsätzlich gilt, dass der beste Müll der ist, der gar nicht erst entsteht. Denn so vermeiden wir nicht nur Abfall, sondern auch die Belastungen von Mensch und Umwelt, die beispielsweise bei der Herstellung von Verpackungen entstehen.

 

Bye Bye Plastik Einsteiger-Checkliste

Plastiksparen im Büro

1. Im Online-Versand recycelbares Versandmaterial nutzen (siehe z.B. www.biobiene.com), wie Paketklebeband aus Papier oder Lieferschein-Umschläge aus Papier.

2. Werbekataloge abbestellen und selbst weniger Produzieren. Werbekataloge sind häufig in Folien verpackt und die Farben enthalten auch Plastik. Nach Corona ist die Welt digitaler geworden und viele Kataloge, Broschüren und gedruckte Preislisten sind inzwischen nicht mehr nötig.

3. Digitalisieren spart Büromaterialien wie Ordner, Hefter und Folien

4. Auf dem Arbeitsplatz Leitungswasser trinken, evtl. ein Trinkwassersprudler oder professionellen Wasseraufbereiter anschaffen. Die Mitarbeiter oder auch der Kunde bekommen kostenlos Leitungswasser im Ausschank oder in mitgebrachten Trinkbehältern (Refillstation)

5. Mehrwegflaschen für Softgetränke (kein Einwegplastik)

6. Auf Plastik-Giveaways wie Luftballons und Lollies verzichten. Werbemittel wie z.B. Kugelschreiber gibt es auch aus Pappe.

7. Bewusstsein schaffen dafür, das Kippen nicht in die Natur gehören – mit Infoschildern oder aussagekräftigen/smarten Aschern und wiederverwendbaren Taschenaschern. Zigarettenstummel enthalten Plastik und eine Kippe verunreinigt bis zu 40 Liter Wasser.

Plastiksparen im Versand

1. Beim Hersteller anfragen, ob die Ware z.B. Kleidung weniger verpackt gesendet werden kann oder als Hersteller selber weniger verpacken. Bei Kleidung ist z.B. häufig jedes T-Shirt einzeln verpackt.

2. Bei direkten Lieferungen z.B. von Möbeln: Um die Ware vor Kratzern zu schützen z.B. Möbeldecken verwenden und die LKW mit durchdachten Lösungen zur Sicherung der Möbel ausstatten und so viel Verpackungsmüll sparen.

Plastiksparen im Verkauf/Einkauf

1. Beim Einkauf auf lose Ware achten oder Großgebinde bevorzugen.

2. Den Kunden/Gast/Bürger ermöglichen und einladen eigene Behälter für die Ware im Geschäft zu verwenden. Zur hygienischen Handhabung stellen bspw. der Lebensmittelverband Deutschland Informationen und Leitfäden [siehe LINK] bereit.

3. In Restaurationen auf Kleinverpackungen verzichten und Refill anbieten (Ketchup, Sahne, Marmelade, Dressings) und auf Kaffeekapselmaschinen verzichten.

4. Mehrweg statt Einweg: Weg von „to go“ hin zu „to circle“ Produkte wie Kaffebecher, Teller etc werden im zirkularen Kreislauf wiederverwendet, wie z.B. RECUP oder REBOWL.

5. Re-Use und Upcycling statt Wegwerfen. Produkte des Alltags werden wiederverwendet. Wo fällt in deinem Unternehmen Müll an? Können nicht verzichtbare Plastiktüten, Kartons oder Glasbehälter wiederverwendet werden?

6. Kunden belohnen für selbstmitgebrachte Taschen Und Behälter in Form eines kleinen Rabatts. Ggf. können auch über Bonuskarten fürs Plastiksparen entsprechende Incentives gesetzt werden.

7. Bei Verkauf von Kleidung: Naturfaser statt Kunstfaser mit Mikroplastik bevorzugen.

Plastiksparen im Bad / in der Reinigung

1. Wieder befüllbare mikroplastikfreie Seifen-/Shampoobehälter im Badbereich verwenden und dadurch auf Kleinkosmetikverpackungen für Seife und Shampoo in Plastik verzichten. Achte auf Produkte ohne Mikroplastik

2. Bei der Reinigung Putzmittel aus Konzentraten verwenden. Aus den Konzentraten können z.B. die Sprühflaschen immer wieder aufgefüllt werden.

3. Putztücher und Schwämme aus natürlichen Materialien bevorzugen statt Kunstfaser mit Mikroplastik.

4. Verwendung von Müllbeuteln überprüfen: Viele Unternehmen und Hotels verzichten schon auf Plastikbeutel in ihren Mülleimern in Büros und auch z.B. in Hotelzimmern. Einige Reinigungsunternehmen haben sich bereits entsprechend auf die Reduktion von Plastik spezialisiert.

 

Prüfe Mehrwegalternativen und Plastik-Reduzierungsmöglichkeiten in dem Bereich, in dem in deinem Unternehmen viel Plastik verwendet wird.